Die beste Erfindung für die Menschen seit der Erfindung des Rads. So nennt Martin Walser das, was ich heute morgen in Schramberg persönlich ausprobiert habe.
Vor zwei Wochem war ich ja im Kino gewesen. Es gab "Die weisse Massai". Die Hauptdarstellerin aus Stuttgart, Nina Hoss, sah ich seither schon in zwei Fernsehfilmen. Die Frau ist eindeutig im Kommen.
Apropos Frauen und Kommen. Ende der siebziger Jahre gab es, wie mein Freund Rudi mir mit eigenen Augen erzählte, zahlreiche Damen, die für Sex mit Schwarzen an die afrikanische Westküste flogen. In Hotels in Lomé, die "Tropicana" oder "Benin" hiessen, kamen Pummelchen und Engelchen auf ihre Kosten. Der Zimmerservice bot "chocolat chaud" an. Das war der Code für einen willigen Schwarzen.
Weisse Frauen bezahlten für Sex. Sie flogen dafür in regelrechten Bumsbombern nach Togo wie Männer nach Thailand.
Was nun die Massai betrifft, haben diese einen sehr aufrechten Gang. Und der ist bei uns jetzt genau so im Kommen wie Nina Hoss. Sie heiratete in dem Film einen Krieger, liess sich ein Kind von ihm machen und haute mit diesem ab, als es fünf oder sechs war. Mit dem Flugzeug, zurück in die Schweiz.
Martin Walser lebt am Bodensee, wo ich vor ein paar Tagen mit dem Auto vorbei gefahren bin. Er muss, wenn er nicht grade sitzt und schreibt, einen aufrechten Gang wie ein Massai-Krieger haben.
Und den wollte ich heute morgen in Schramberg ausprobieren. In einem Sportgeschäft. Massai Barfuss Technologie. Sandalen, die knapp zweihundert Euro kosten.
Ich habe sie nicht gekauft. Für das Geld bekommt man ja fast ein Fahrrad. Oder ein Ticket nach Togo.