Schreibmans nächste Lektüre wird ein Buch sein, dessen Titel sich zunächst anhört wie der eines neumodischen Ratgebers oder einer Anleitung zur Lebenshilfe.
Die philosophischen Gedanken dieses Autors über seine persönlichen Erfahrungen und das Leben des Menschen im allgemeinen sind jedoch rund 400 Jahre alt und nach wie vor aktuell.
Der französische Autor und Politiker Michel Eyquem de Montaigne (1533 - 1592) war verheiratet, hatte Kinder und bekleidete unter anderen Ämtern einige Jahre lang das des Bürgermeisters von Bordeaux.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in relativer Zurückgezogenheit in einem Turmzimmer von Schloss Montaigne, wo er die berühmten Essais schrieb.
Er war eng mit der Frauenrechtlerin Marie de Gournay und dem Schriftsteller Étienne de La Boétie befreundet.
Eine seiner Feststellungen für sich selber war, dass Freundschaft wichtiger ist als Liebe, da letztere dem Mann nur Fesseln anlegt.
Darüber nachzudenken lohnt sich - sowohl für Männer als auch für Frauen - mit Sicherheit schon vor Beginn der Lektüre.
Über andere Reflexionen des Begründers der Essayistik schrieb Schreibman bereits die Kultbuch-Einträge Montaigne und Lebemann.
Fortsetzung siehe hier.