Schreibmans Kultbuch

 

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... war ich dann schon
wieder auf Deiner
Seite und kam aus
dem Lesen nicht
mehr raus.
Ich sitze hier an
meinem Schreibtisch,
noch nicht einmal
angezogen,


bedeckt mit einem
Bademantel, und
schmökere in Deinen
Seiten herum, die so
interessant sind, dass
man rundherum alles
vergessen kann.

(Zuschrift einer Leserin)

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Wenn es Nacht wird in Badenweiler

Zur Zeit habe ich dauernd das Gefühl als würde ich auf etwas warten. Als müsste ich die verschiedensten Dinge vorbereiten oder erledigen, damit es endlich weitergeht. Das Wetter trägt mit dazu bei.

Heute ist Vollmond, was bei mir immer eine gewisse Wende bedeutet. Ab morgen beginnt wieder eine neue Zeit, das Wetter wird wärmer, die Tage werden länger und es geht auf den Frühling zu, der für mich der eigentliche Jahresanfang ist.

In Badenweiler, oben im Schwarzwald, 16 Kilometer von hier, liegt noch Schnee und man hat einen schönen Blick auf die Rhein-Ebene. In dem Kurort verbrachte Anton Tschechow seine letzten Tage und Gabriele Wohmann langweilte sich dort im RAF-Herbst 1977.

 

wohmann

 

Martin Walser las vor ziemlich genau fünf Jahren, Anfang Februar 2007 im Hotel Römerbad, aus seinen Werken, wonach ich mich kurz mit ihm unterhalten konnte.

Seitdem war nicht mehr viel los in Badenweiler. So kommt es mir jedenfalls vor. Ach doch, ich vergass das Krimidinner vor einem Monat, an dem ich mit meiner Frau teilgenommen habe. Inzwischen bieten sogar zwei verschiedene Hotels einen solchen Dinnerkrimi an. Kommt wohl in Mode. Ist grade für einen solchen Kurort mit seinen vielen alten Damen eine willkommene Abwechslung.

Ich habe mich in mehreren Hotels dort als Nachtportier ("Night Auditor" beworben. In Badenweiler ist ja immer was los. Rund um die Uhr.

 

mord-im-kurpark
Tatort Badenweiler

 

7.2.12 14:49


Das alles

Nachdem ich die Druckerpatronen ausgewechselt hatte, öffnete ich ein neues Dokument auf dem Desktop und tippte ein paar Zeichen.

hoiuöiüo0ß+ i++oß00´+ä öplömsvdrtbp eürßp f0r0gob 5ß06zw#rlfö kffer s#hgohg

"Aber das ist ja nichts richtiges", sagt sie.
"Nein, das ist ja nur ein kleiner Test, schau her."

Ich zeige ihr das ausgedruckte Blatt. Der Drucker funktioniert wieder.

"Ja, aber das ist ja nichts richtiges, lass mich mal."

"Ich will einen Brief schreiben", tippt sie mit ihren 89-jährigen Fingern.

Bevor wir uns an den Computer gesetzt hatten, hatte sie mir erzählt, dass sie in einem Traum auch ihren Bruder gesehen habe, dem sie nun endlich mal wieder schreiben wolle. Mein Hinweis, dass der seit dreissig Jahren tot sei, hatte ihr Schreibbedürfnis nicht aufgelöst.

"Und wie hast Du das jetzt ausgedruckt?"

Ich zeige ihr noch einmal, was sie vor vier Monaten noch gekonnt hatte. Dokument anlegen und drucken. Auch Online Banking hatte sie gekonnt und den Newsletter vom Chefkoch abonniert.

"Das kann ich nicht behalten. Du musst mir das Ganze nochmal erklären. Ich muss das alles nochmal neu lernen."

"Du hattest das ja alles schon gelernt und jahrelang gemacht. Wenn Du jeden Tag ein bisschen übst, kommt es vielleicht wieder. Das nützt ja nichts, dass ich Dir jetzt einen Haufen Zeugs erkläre. Das vergisst man dann ja gleich wieder."

Ihr Blick ist auf den Bildschirm mit dem Dokument gerichtet.

"Ja, da hast Du auch wieder Recht", sagt sie.

24.1.12 23:40


Lebenszeichen

Der Grund dafür, dass ich in den letzten Wochen so wenig geschrieben habe, ist keine einfache Schreibblockade, sondern eine zweifache.

Das eine Problem ist die gemischte Zusammensetzung meiner Leserschaft. Ich wollte ja nicht anonym bleiben, weil ich nichts zu verbergen habe. Das habe ich jetzt davon. Klar habe ich nichts zu verbergen. Aber ich kann nicht öffentlich über innerfamiliäre Angelegenheiten schreiben. Erstens überhaupt und zweitens interessiert das ja auch nicht jeden.

Das andere Problem ist die Wahl der Themen. Im Prinzip wollte ich immer über alles schreiben können, ohne mich auf irgendwas festzulegen oder mich selbst zu zensieren. Ich habe mich nie davor gescheut, unpopuläre Ansichten zu vertreten. Was die Leute über mich denken, ist schon immer zweitrangig für mich. Aber wenn man über andere Menschen schreibt, muss man aufpassen, was man sagt.

Ich möchte mit allen Lesern in Kontakt bleiben, auch wenn dieser in manchen Fällen nur darin besteht, dass ich hier einseitig Lebenszeichen gebe.

Im übrigen, an die, die es hören wollen: Es geht mir gut. An die anderen: Das war nicht immer so.

Die Tage werden ja auch jetzt wieder länger.

21.1.12 19:15


Notizen

Zuerst ging es mir über die Hutschnur, dann platzte mir der Kragen, dann ging mir der Hut hoch und dann, ja dann

 

Hutschnur geplatzt

 

Letztlich sind es ja immer dieselben, die die Suppe auslöffeln, dachte ich. Ach, was sage ich,

 

Suppe ausbaden

 

müssen.

 

* * *

 

Karl Lauterbach
Mein Lieblingspolitiker

 

ist dieser Karl Lauterbach von der SPD. Seit 20 Jahren Spezialist für Gesundheitsfragen, Vegetarier, gestern Abend in der Sendung von Günter Jauch, wo er beim Thema Lebensmittelkennzeichnung wieder für die

 

ampel

 

plädiert hat. Der Mann ist ein Freak und absolut immun gegen etwaige Bestechungsversuche durch die Lebensmittelindustrie.

 

* * *

 

Obwohl ständig unterwegs seiend, gelingt es mir neuerdings immer öfter, mich

 

Tram

 

zu fühlen.

Herzlich willkommen - hier und jetzt.

16.1.12 17:42


Gestern in der Schweiz

 

St. Chrischona
Auf dem St. Chrischona,
dem Hausberg von Basel

 

 

Blick auf Basel
Blick auf Basel und das Dreiländereck

 

 

Chrischona
Fernsehturm

 

27.12.11 09:28


Frohes Fest!

 

fröhliche

 

 

russisch

 

 

noel

 

24.12.11 12:24


19.12.11 00:09


Danke für das Rezept

Man hat mich reingelegt. Mir wurden falsche Tatsachen vorgespiegelt. Nein, nicht die Sache mit dem Adventskalender. Das war mir schon klar, dass das kein normaler Adventskalender ist. Ich bin ja kein Kind mehr.

 

adventskrimis

 

Bin nur ein männlicher Krimifan. Da dachte ich eben, so ein Buch mit 24 Kurzen ist vielleicht besser als eine Pappe mit 24 Fenstern und billigen Schokostücken.

Obwohl, die Mandelplätzchen im Titel hätten mich eigentlich hellhörig machen müssen. Dass es hier doch mehr um Küche als um Krimi geht. Und die Herausgeberin heisst ja auch Michelle und nicht Michel. Über Frau Stöger war mir bisher allerdings nichts nachteiliges bekannt.

Jetzt bin ich schon beim 7. Kurzkrimi am 7. Dezember und was fällt mir plötzlich auf? Es ist noch kein einziger Mann zu Wort gekommen. Schnell zähle ich im Inhaltsverzeichnis nach. 19 zu 5 für die Damen Krimi-Autorinnen und Plätzchenbäckerinnen.

Als Anhang gibt es sogar das Rezept für die tödlichen Plätzchen mit Bittermandelöl.

Tolles Kochbuch. Ich danke.

 

mandelplätzchen
Mandelplätzchen gefällig?
Extra für Sie gebacken, die Damen.
Von Ihrem Krimifan Schreibman

 

7.12.11 14:52


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